Die besten Matratzen für Bauchschläfer und Seitenschläfer

Fast jeder Mensch hat eine Vorliebe für eine bestimmte Schlafposition. Einige schlafen am liebsten auf der Seite, andere auf dem Rücken oder dem Bauch. Dies spielt beim Kauf einer Matratze eine wichtige Rolle, denn die Wirbelsäule sollte während der Nacht entlastet werden. So können Sie morgens gut erholt in den neuen Tag starten und bekommen weniger schnell Rückenschmerzen oder andere Beschwerden.

Darauf sollten Sie als Seitenschläfer achten

Die meisten Menschen legen sich beim Einschlafen auf die rechte oder linken Seite. Zusätzlich nehmen viele eine Fötusstellung ein und ziehen die Knie in Richtung des Oberkörpers. Diese Position vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit wie im Mutterleib. Auch das Festklammern am Kopfkissen ist sehr beliebt.

Auf der Seite zu schlafen, ist jedoch nicht nur bequem, sondern auch gesund. In dieser Position wird die Wirbelsäule entlastet, sodass sie ihre natürliche Form annehmen und sich während der Nacht optimal von den Belastungen im Alltag erholen kann. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Matratze eine gute Qualität aufweist und an den entscheidenden Stellen nachgibt.

Für Seitenschläfer ist es daher wichtig, dass Becken und Schulter weit genug einsinken können. Dennoch sollte eine Matratze den Beckenbereich stützen, denn sinkt das Becken zu tief ein, nimmt die Wirbelsäule eine ungünstige Position ein. Die Folge sind unter Umständen Verspannungen, Rückenschmerzen und andere Beschwerden.

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Welche Matratze passt am besten zum Seitenschläfer?

Gehören Sie zu den Seitenschläfern, sollte Ihre Matratze weder zu hart noch zu weich sein. Achten Sie außerdem darauf, dass die Matratze in mehrere Liegezonen unterteilt ist, damit unterschiedliche Körperbereiche optimal gestützt oder entlastet werden.

Kaltschaummatratzen sind eine hervorragende Wahl für Seitenschläfer. Sie verfügen über eine hohe Punktelastizität, das heißt, sie geben genau dort nach, wo das Körpergewicht höher ist. Dadurch können Hüfte und Schultern gut einsinken, während Kopf- und Fußbereich stabil bleiben.

Ob eine Matratze wirklich passend ist, lässt sich leicht testen: Legen Sie sich darauf und lassen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin Ihren Rücken überprüfen. Befindet sich die Wirbelsäule in einer geraden Linie, haben Sie die perfekte Matratze gefunden.

Auch das Kopfkissen spielt eine entscheidende Rolle: Es sollte den Kopf so stützen, dass die Halswirbelsäule gerade liegt und der Kopf weder nach oben noch nach unten abknickt.

Neben Kaltschaummatratzen sind auch Gelmatratzen bestens für Seitenschläfer geeignet. Sie passen sich flexibel an die Körperkonturen an und sorgen für eine angenehme Druckentlastung in den empfindlichen Bereichen.

Darauf sollten Sie als Bauchschläfer achten

Auf dem Bauch zu schlafen ist weniger gesund als das Schlafen auf der Seite. Viele Experten raten sogar von dieser Position ab, da sie die Wirbelsäule stärker belastet. Dennoch gilt: Wenn Sie sich in dieser Position wohlfühlen, keine Beschwerden haben und morgens erholt aufwachen, müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Wichtig ist jedoch, dass Ihre Matratze den Körper stabil lagert und ein Hohlkreuz verhindert. Eine Kaltschaummatratze in Kombination mit einem Lattenrost mit Mittelzonenverstärkung kann hier eine gute Lösung sein. Bei dieser Art von Lattenrost liegen im Hüftbereich zwei Leisten übereinander, die durch Schieber miteinander verbunden sind. Durch die richtige Einstellung einer höheren Festigkeit kann verhindert werden, dass die Hüfte zu tief einsinkt, was andernfalls zu einem ungesunden Hohlkreuz und möglichen Rückenschmerzen führen könnte.

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Welche Matratze passt am besten zum Bauchschläfer?

Auch als Bauchschläfer sollten Sie auf die richtige Matratzenhärte achten. Eine mittelfeste bis feste Matratze ist ideal, da sie ausreichend Unterstützung bietet, ohne dass der Körper zu tief einsinkt.

Empfohlene Härtegrade für Bauchschläfer:

  • H2 geeignet für Personen unter 85 kg.
  • H3 empfohlen für ein Körpergewicht zwischen 85 und 120 kg.
  • H4 die beste Wahl für Personen über 120 kg, um eine stabile Liegefläche zu gewährleisten.

Sollten Sie genau an einer Gewichtsschwelle liegen, empfehlen wir Ihnen die härtere Variante, da Bauchschläfer in der Regel auf einer festeren Matratze bequemer liegen als auf einer weicheren.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zum Thema: Härtegrad H2 oder H3: was ist besser?

Brauchen Bauchschläfer ein Kopfkissen?

Viele Bauchschläfer verzichten ganz auf ein Kopfkissen, da es den Nacken in eine unnatürliche Position bringen und zu Verspannungen führen kann.

Ein flaches Kopfkissen oder ein leicht erhöhtes, ergonomisches Kissen kann jedoch auch gut funktionieren, wenn es die Halswirbelsäule gerade hält und den Kopf gut stützt. Entscheidend ist, dass der Nacken während des Schlafs nicht überdehnt wird und die Wirbelsäule eine möglichst natürliche Ausrichtung behält.